Warum Small Modular Reactors nicht besser sind
Erneuerbare Energiequellen sind kostengünstig, effizient, sicher und gut für unser Klima. Doch immer wieder wird behauptet: Mit kleinen Atomreaktoren (SMR) lässt sich günstig und sauber Strom erzeugen – völlig klimaneutral. Aber: SMR sind und bleiben Atomkraftwerke! Sie mögen kleiner sein, doch die Probleme bleiben.
Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Diese kleinen Atomkraftwerke sind ein großer Mythos. Sie lösen das Müllproblem nicht, sind saugefährlich und müssen teuer subventioniert werden. Ich setze für unseren Energiebedarf lieber auf sichere Lösungen: erneuerbare Energien!"
Faktencheck:
Sind SMR sauber?
Nein, denn auch sie produzieren hochradioaktiven Müll, der entsorgt werden muss. Ein Endlager dafür muss erst gefunden und gebaut werden. Bei der Kernspaltung wird zwar direkt kein CO2 emittiert, doch durch Uranabbau, Anreicherung, Bau und Rückbau der Kraftwerke entstehen durchaus Emissionen.
Sind SMR günstig?
Nein, denn die Baukosten der Anlagen sind relativ betrachtet sogar höher, als bei konventionellen Atomkraftwerken. Für einen Reaktorhersteller würde sich der Einstieg in die SMR-Produktion erst wirtschaftlich lohnen, wenn er mehr als 3.000 Stück produzieren würde. Ohne staatliche Subventionen in Milliardenhöhe wären sie nicht finanzierbar.
Sind SMR sicher?
Nein, denn auch SMR sind Atomkraftwerke mit allen dazugehörigen Risiken. Die technischen Anforderungen für die nukleare Sicherheit bleiben unverändert hoch.
SMR halten uns weiter abhängig und machen uns angreifbar. Auch Uran ist eine endliche Ressource, die wir teuer importieren müssen. Erneuerbare Energien liefern heute schon günstigen, effizienten und klimafreundlichen Strom.
Für eine echte, nachhaltige Energiewende bauen wir auf sie! Neue Atomversprechen sind keine Lösung.